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  • Meinem Vaterland, der Republik Polen treu sein

     

  • AKTUELLES

  • 1 August 2018

    Am Mittwoch, dem 1. August 2018, jährt sich der Ausbruch des Warschauer Aufstandes zum 74. Mal. Jedes Jahr ertönen an diesem Tag um 17 Uhr in den Straßen von Warschau Alarmsirenen. Die Stadt steht still. Mit einer Schweigeminute ehren ihre Einwohner die Aufständischen – jene, die gefallen sind, und diejenigen, die überlebt haben

    An verschiedenen Orten wird in Polen Jahr für Jahr der Aufständischen gedacht, doch die Hauptstadt erinnert sich an den Ausbruch der Kämpfe auf eine besondere Art und Weise. Davon zeugt die „Stunde W“: Um 17 Uhr ertönen Alarmsirenen und ein einminütiges Dauersignal. Warschaus öffentliche Verkehrsmittel, Autos und Menschen bleiben stehen, um die Aufständischen und andere ermordete Warschauer zu ehren.

    Der Warschauer Aufstand brach am 1. August 1944 aus und dauerte 63 Tage – bis zum 3. Oktober 1944. Damit war er die größte Freiheitsrebellion während des Zweiten Weltkrieges. Fast 50.000 Angehörige der Heimatarmee (pl. Armia Krajowa) bot den die polnische Hauptstadt seit 1939 besetzenden Deutschen die Stirn. Gekämpft wurde in allen Warschauer Stadtteilen.

    Angesichts der de facto passiven Haltung sowjetischer Truppen, die am anderen Weichselufer stationierten, kostete der ungleiche Kampf zwischen den Polen und den Nazis ca. 16.000 Aufständische der Heimatarmee und 150.000 polnische Zivilisten das Leben. Zerstört wurden 25% der Stadtbebauung links von der Weichsel; nach dem Aufstand zerstörten die Deutschen bis zum 16. Januar 1945 weitere Gebäude, so dass insgesamt mehr als 70% aller Wohnhäuser und 90% denkmalgeschützter Gebäude in der Stadt dem Erdboden gleichgemacht wurden.

    Fotos vom Warschauer Aufstand findet man in der Fotogalerie Flickr.